vom 11.03.2013 | 14:35 Uhr

MTV-Frauen verpassen Titel und direkten Aufstieg

Volleyball-Landesligist aus Dannenberg verliert und gewinnt beim abschließenden Heimspieltag - "Kopfsache"

koo Dannenberg. Waren es die Nerven? War der Druck zu groß? Oder der Gegner einfach zu gut? "Ich weiß es nicht", war Spielertrainerin Claudia Grande vom Volleyball-Landesligisten MTV Dannenberg am Sonnabend nach dem ersten von zwei Heimspielen ratlos und enttäuscht. 0:3 hatte ihr Team gerade gegen den Tabellendritten TSV Fischerhude/Quelkhorn verloren.

Zwei Siege wären aber nötig gewesen, um Meister und direkter Aufsteiger in die Verbandsliga zu werden. Und so steigt nun der am Sonnabend spielfreie und tatenlos zusehende TuS Zeven auf, der dank des besseren Satzverhältnisses vor dem punktgleichen MTV auf Platz eins bleibt. Drei Sätze fehlten dem MTV für den Titel. Platz zwei hatte der MTV ohnehin schon sicher, so dass das abschließende Spiel gegen den Tabellenvierten VSG Altes Land und der 3:0-Sieg des MTV auf einmal nur noch statistischen Wert hatten. "Das ist bitter", bilanzierte daher Grande nach dem direkt verpassten Aufstieg - der wäre übrigens der zweite in Folge gewesen, nachdem der MTV vor einem Jahr als Bezirksligameister aufgestiegen war. Eine Aufstiegschance hat der MTV aber noch, denn in vier Wochen darf er in Bad Münder als Vizemeister an Relegationsspielen teilnehmen. Und gewinnt er dort, steigt er noch auf. Doch Grande wäre lieber sofort hochgegangen. "Es schwebte die ganze Saison in der Luft, dass wir Meister werden können. Und wir hatten es auch selbst in der Hand - und dann so was", meinte Grande, die sich nun mit dem Team auf die Relegationsspiele vorbereiten will. Dass es am Satzverhältnis scheiterte, sei wirklich ärgerlich. "Da rächt sich so eine undisziplinierte Spielweise wie beispielsweise gegen den VfL Maschen", meinte Grande - da siegte ihr Team nur knapp 3:2. Und: "Volleyball ist eben eine Kopfsache." Natürlich habe ihr Team eine insgesamt gute Saison gespielt - die Niederlage tue aber weh.

MTV Dannenberg - TSV Fischerhude/Quelkhorn 0:3 (21:25, 22:25, 16:25): "Das hätten wir packen können", meinte Spielertrainerin Grande. Doch ihr Team machte sich das Leben mit Annahmeproblemen selbst schwer, während der abwehrstarke TSV sich flexibel und umsichtig zeigte. "Und wenn wir unseren Angriff nicht durchbekommen und in der Feldabwehr mehr machen müssen, kriegen wir Probleme", so Grande. Abstimmungsprobleme kamen hinzu, so dass der MTV im ersten Satz stets zurücklag - und auf einmal war der Durchgang verloren. Das zehrte an den Nerven der MTV-Frauen, die im zweiten Satz erneut hinten lagen. Nach dem 9:12 war der MTV beim 16:16 wieder gleichauf, nutzte aber viele gute Chancen nicht und patzte wieder desöfteren - da war auch der zweite Satz weg. Im dritten Durchgang wurde es laut Grande "noch schwieriger" für den MTV, der gewinnen musste, aber nun kaum noch gelungene Aktionen bejubeln konnte. Und so verloren die nervenschwachen Gastgeberinnen über 5:10, 6:13 und 13:20 auch den dritten Satz - das war es mit dem Titel.

MTV Dannenberg - VSG Altes Land 3:0 (25:18, 25:19, 25:17): Das erste Spiel hatte der MTV zunächst noch nicht verarbeitet. Und so lag er ohne die erst einmal auf der Bank pausierende Grande flott 0:7 zurück gegen einen Gast, der von einigen mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurde. Doch dann rissen sich die Gastgeberinnen zusammen, agierten in Annahme, Spielaufbau und Abschluss konsequent gegen einen mit hoher Fehlerquote spielenden Gast. Und Punkt für Punkt holte der MTV auf und siegte noch. In Durchgang zwei lag der MTV erneut schnell zurück. Doch nach dem 3:8 wechselte sich Grande ein. Und auch dank vieler guter Angaben von Dorina Petersen sowie gelungenen Aktionen am Netz siegte der MTV erneut und dominierte sogar den Schlusssatz. Die gut spielende Sarah Peters verwandelte dann den Matchball - und ein wenig konnte sich der MTV nun auch freuen, auch wenn Platz zwei nur ein Trostpflaster ist.

MTV Dannenberg: S. Pasemann, K. Sohr, C. Grande, D. Preuß, D. Petersen, K. Matthies, I. Bodendieck, A.-K. von Prittwitz, J. Schäfer, S. Peters, M. Tege, J. Praetz.

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