vom 27.04.2013 | 22:03 Uhr

"Einmalig in der Region"

Volleyballfrauen des MTV Dannenberg folgten dem MTV-Männerteam noch überraschend in die Verbandsliga

koo Dannenberg. Der Klassenverbleib sollte es werden, der nächste Aufstieg ist es geworden - die Volleyball-Frauen des MTV Dannenberg haben mit dem Aufstieg von der Landes- in die Verbandsliga im Nachsitzen auch sich selbst noch überrascht. Beim Punktspielfinale in eigener Halle Anfang März hatten sie den ersten Matchball Richtung Aufstieg noch als Vizemeister liegen gelassen.

In der Relegation in Bad Münder Anfang April haben sie den zweiten aber genutzt. "Wir waren uns alle einig: Die weite Fahrt hat sich gelohnt", jubelt Spielertrainerin Claudia Grande immer noch mit dem Team.

Das hat damit den zweiten Aufstieg in Folge geschafft und nebenbei sich und dem Verein zum 150. Geburtstag ein besonderes Bonbon beschert. "Das passt doch perfekt zum Jubiläum", meint Grande. Sie ist mit dem Frauenteam den MTV-Männern der Volleyballsparte ein Jahr nach deren Aufstieg in die Verbandsliga gefolgt. Dass ein Männer- und Frauenteam einer Abteilung in einer Mannschaftssportart so hoch spielen, sei "einmalig in der Region", ist Spartenleiter Ronald Seide stolz. Und das alles unerwartet. "Wir waren doch schon durch mit der Saison", blickt Grande zurück. Nach dem verpassten direkten Aufstieg sei das Team in ein Loch gefallen - und zeigte sich verwundert, dass es in der Relegation sogar so deutlich wurde. Einem 3:0 gegen den SC Bad Münder im Duell zweier Landesliga-Vizemeister folgte ein 3:1 gegen den nun ehemaligen Verbandsligisten TV Vahrendorf, dessen Platz der MTV Dannenberg einnimmt. "Vor der Saison hatte ich noch Bedenken, dass wir die Landesliga halten können", meint Grande. Doch schon nach dem ersten Spieltag im September und dem Sieg über den späteren Landesligameister TuS Zeven habe der MTV erstmals und dann immer mehr gemerkt, dass da mehr möglich sei als nur der Klassenverbleib, packte schließlich die Chance am Schopfe und marschierte durch.

Ob die neue Liga nun eine Nummer zu groß sei, werde man sehen, meint Grande. Sie freut sich auf die neue Herausforderung. Der Klassenverbleib sei natürlich erneut das Ziel. Sie kennt sich als ehemalige Spielerin der SVG Lüneburg aus in dieser Liga. Und Abgänge habe der MTV bisher auch nicht. Dafür aber vielleicht bald einen Zugang mit einer spielstarken und höherklassigen Zuspielerin, verrät Grande - sicher sei aber noch nichts. Ihre Schwester Monika wechselt nicht zurück zum MTV, bestätigte Monika Grande gestern der EJZ. Sie könne mit ihrem Club nun in der 2. Bundesliga spielen. Und "das ist schon was", kann Claudia Grande nachvollziehen, dass Monika in Kiel spielen will. Gerade der Punkt Zugänge sei für den MTV nicht einfach. Die seien in der Region rar gesät. "Im Volleyball braucht man lange, bis man Spielqualität hat", meint Grande. Bilde ein Verein Spielerinnen aus, seien die zumeist nach dem Schulabschluss weg - das gehe nicht nur dem MTV so. Da müsse man schon selbst ausbilden. Das sei aber eine Lücke, die der MTV im Moment hat, weiß auch Seide. Um aber Nachwuchsteams zu stellen, fehlen neben Hallenzeiten schlicht Trainer. Da sei die TSV Hitzacker besser aufgestellt, lobt Seide die Nachwuchsarbeit des Nachbarvereins.

Ein weiteres Problem: Der Job als Spielertrainerin sei "suboptimal", meint Grande. Zwar habe sie in ihrem Lebensgefährten Marco Piwecki einen guten Co-Trainer an ihrer Seite, der gerade in der Relegation entscheidende Impulse gesetzt habe, hebt auch Seide hervor. Piwecki sei aber selbst in der Verbandsliga als Spieler der SVG Lüneburg aktiv und könne nicht immer das MTV-Frauenteam unterstützen. "Wenn ein Trainer da wäre, würde ich mich sofort nur auf die Aufgabe als Spielerin konzentrieren", betont Grande. Viel Glück habe das MTV-Frauenteam daher in der gerade abgelaufenen Saison gehabt, dass es in Sara Peters und Jeanette Schäfer zwei "fertige Spielerinnen" als Zugänge verzeichnen konnte, betont Grande. Dass alle Spielerinnen zudem an ihren Schwächen gearbeitet und sich verbessert haben, zeuge von Teamgeist. Spielerinnen wie Dörthe Preuß, die den Wechsel von der Position einer Außen- zur Diagonalangreiferin meisterte, oder Pui-Yee Tse, die als Libero gerade in der Relegation auftrumpfte, waren zudem besonders positive Überraschungen im MTV-Team. Nach der Saison ist aber schon vor der Saison: Bereits an diesem Wochenende starten Monika und Claudia Grande schon wieder im Beach-Volleyball. Auftakt ist in Hannover, wo sie beim Top-Ten-Beach-Cup dank ihrer guten Vorjahresergebnisse gleich im Hauptfeld starten dürfen. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja auch dort wieder überraschende Ergebnisse - zum Jubiläum würde auch das wieder passen.

Danninger - Die Gefahr aus dem Osten!
Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg Klaus Wieczorek Hoch- und Tiefbau GmbH Hitzacker Schnellecke Logistics Elbe-Jeetzel-Zeitung Fotostudio Wunberger Salzwedel Schrauberwelt Salzwedel AgenZasBrothers Salzwedel » Filme - VFX - 3D
StartseiteKontaktImpressum