vom 14.11.2014 | 14:51 Uhr

25 Jahre Ost-West-Volleyball-Freundschaft zwischen Dannenberg und Salzwedel

Ein Wiedersehen mit Sport und Spaß

Zum 25-jährigen Bestehen ihrer Volleyball-Freundschaft trafen sich Montag Sportler aus dem Raum Salzwedel und Dannenberg zum sportlichen Vergleich sowie zum Gedankenaustausch in der Mehrzweckhalle der Jeetzelstadt.

Zum 25-jährigen Bestehen ihrer Volleyball-Freundschaft trafen sich Montag Sportler aus dem Raum Salzwedel und Dannenberg zum sportlichen Vergleich sowie zum Gedankenaustausch in der Mehrzweckhalle der Jeetzelstadt.

rs Dannenberg. Anstatt eines freundschaftlichen Handschlags gab es zu Beginn der 25-jährigen Freundschaft eine Begrüßung mit dem Feuerhaken. Noch heute, 25 Jahre nach dem Mauerfall, lässt diese Begebenheit Volleyballer aus Ost und West schmunzeln. Am Montag, bei einem Jubiläumstreffen in der Dannenberger Sporthalle mit anschließendem Essen im Ostbahnhof, war sie wieder Thema. Helmar Süßenbach, der 1979 Dannenbergs Volleyball-Abteilung mitgründete und Sportlehrer am Dannenberger Gymnasium war, hatte unmittelbar nach dem Sieg der friedlichen Revolution in der DDR einen Brief an die Salzwedeler Schulen geschrieben, in dem er zu einem sportlichen Vergleich in die Jeetzelstadt einlud. Schon am 4. Dezember 1989 sollte dieser stattfinden. Doch als die Delegation aus der Altmark unangekündigt bei ihm auf der heimischen Terrasse stand, griff Süßenbach zum Schürhaken. Weil sich dort an den Vorabenden häufiger ein verwirrter Mann aufgehalten hatte. Das anschließende Willkommen kam Süßenbach dann umso herzlicher über die Lippen.

Das war der Beginn einer überwiegend aus Lehrern bestehenden Ost-West-Freundschaft, die noch heute lebendig ist, einer, die maßgeblichen Einfluss auf die Wettkampfmannschaften des MTV, vor allem auf die der Männer hat (siehe Vorbericht oben). Denn Bernd Reulecke oder Jürgen Illiger (beide Salzwedel) sowie Jochen Reincke (Dannenberg) haben viele Spieler der "Danninger" ausgebildet. Und Süßenbach ist verantwortlich für die Volleyballbegeisterung der beiden Trainer Ronald Seide (Männer) und Thilo Reeck (Frauen).

Bei aller sportlichen Rivalität auf dem Spielfeld fanden die Begegnungen der Sportfreundschaft bei regelmäßigen Turnieren und Schulmannschaftsvergleichen - etwa beim Jahn-Sportfest - in Salzwedel, Dannenberg, Uelzen und Celle statt. "Dabei bildete das erste Turnier in Celle kurz vor dem Weihnachtsfest 1989 den emotionalen Höhepunkt. Man spielte in einem gemeinsamen Team, das sich nicht entscheiden konnte, ob man als ,Dannenwedel' oder als ,Salzberg' antreten soll", erinnert sich Süßenbach. "Damals wurden die Mannschaftsmitglieder aus Salzwedel noch als Exoten wahrgenommen." Der 1989 als Gastgeschenk überreichte signierte Volleyball wurde vor dem Spiel am Montag nochmals herumgereicht, rief angenehme Erinnerungen wach und machte Hoffnung auf eine Fortsetzung der freundschaftlichen Begegnungen, die über die Jahre allerdings etwas spärlicher geworden sind. Einige der Lehrer sind mittlerweile pensioniert; die meisten kurz davor.

Beim Essen brachte Süßenbach mit einer Powerpoint-Präsentation nicht nur die gemeinsamen sportlichen Höhepunkte in Erinnerung, sondern richtete auch einen kritischen Blick auf besondere zeitgeschichtliche Umstände und Ereignisse. Süßenbach selbst war 1948 quasi in letzter Minute als Neunjähriger aus der sowjetisch besetzen Zone geflohen. Die vergleichende Betrachtung der Zustände von damals und heute ließ bei allen zum Abschluss des Wiedersehens Freude über die Entwicklung aufkommen.

Danninger - Die Gefahr aus dem Osten!
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