vom 03.10.2011 | 12:21 Uhr

„Danninger“ – Längst vielmehr als eine Zweckehe

Henninger Landesliga-Volleyballer wechselten zum MTV Dannenberg

Sebastian Neumann (l.) hat mit dem Henninger SV lange Zeit in der Landesliga Sachsen-Anhalt gespielt. Vor gut zwei Jahren wechselte er mit seinen Mannschaftskameraden zum MTV Dannenberg und greift nun in Niedersachsen am hohen Netz an.

Sebastian Neumann (l.) hat mit dem Henninger SV lange Zeit in der Landesliga Sachsen-Anhalt gespielt. Vor gut zwei Jahren wechselte er mit seinen Mannschaftskameraden zum MTV Dannenberg und greift nun in Niedersachsen am hohen Netz an.

Salzwedel/Dannenberg. Altmark-Zeitung, 03.10.2011 von Christian Buchholz: Der halbe Liter Bier heißt „Ostklasse“, die kleinere Variante (0,33 Liter) „Westklasse“. „Wir können zueinander Ossi und Wessi sagen, ohne es despektierlich zu meinen“, erklärt Ronald Seide, seit einem guten Jahr Trainer bei den Volleyballern des MTV Dannenberg. Ehemalige Spieler des Henninger SV haben sich vor etwa zwei Jahren mit den Wendländern zusammengetan und sich als quasi grenzübergreifende Spielgemeinschaft binnen kürzester Zeit in der Spitze der Landesliga Niedersachsen etabliert. Damit beide Lager ihre lokale Identität behalten konnten, nennen sie sich inoffiziell „Danninger“. „Bedenken, dass das Konstrukt aus Ost und West nicht funktionieren könnte, gab es natürlich“, erklärt Mittelangreifer Oliver Krösch aus Salzwedel. Mittlerweile sei die Truppe aber so gut zusammengewachsen, dass Befindlichkeiten überhaupt keine Rolle mehr spielen. „Klar, gefrotzelt wird immernoch, aber durch den Sport haben wir gegenseitige Vorurteile abgebaut“, so Coach Seide. Vor etwa zwei Jahren, als es die Idee einer Spielgemeinschaft erstmals gab, befanden sich sowohl der MTV Dannenberg als auch der Henninger SV in einer ähnlichen sportlichen Situation. Die Dannenberger hatten nach einem Jahr im Punktspielbetrieb der Kreisliga Salzwedel einige Abgänge zu verzeichnen. Auch bei den Henningern lief es in der Saison 2008/09 alles andere als rosig. Ein personeller Umbruch stand bevor, der Abstieg aus der Landesliga Sachsen-Anhalt war nicht mehr abzuwenden. Weil mit Frederick Hanelt und Maximilian Schuster damals ohnehin zwei Dannenberger bei den Altmärkern spielten, sei der Kontakt zum MTV zustande gekommen. „Wir haben eine neue Herausforderung gesucht und wollten Niedersachsen unsicher machen“, erinnert sich Oliver Krösch. Ganz so einfach war die Sache dann aber doch nicht. Weil beide Teams allein nämlich nicht hätten weitermachen können, kam die Idee einer grenzübergreifenden Spielgemeinschaft auf. Nur die Spielwarte der beiden Volleyball-Landesverbände hielten nicht viel davon. Sie lehnten den Vorschlag ab und zwangen die Henninger somit, zum MTV Dannenberg hinüberzuwechseln. Was als Zweckgemeinschaft begann, wurde schnell zu einer echten Einheit – auf und neben dem Volleyballfeld. Im ersten Jahr in der Bezirksliga gelang dem MTV Dannenberg sofort der Aufstieg in die Landesliga, wo in der abgelaufenen Saison ein dritter Rang zu Buche stand, der Relegationsplatz also nur ganz knapp verpasst wurde. Am kommenden Sonnabend startet der MTV Dannenberg mit einem schweren Auswärtsspiel in Munster in die neue Saison. Die Ziele sind auch in der neuen Spielzeit ehrgeizig: „Ich zähle uns zu besten drei Team derLiga“, so Ronald Seide.

Danninger - Die Gefahr aus dem Osten!
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